Marko: Flügelsalat bei Red Bull

Red-Bull-Konsulent Helmut Marko

schildert die kuriose Qualifikation von Sebastian Vettel aus seiner Sicht: Der neue Frontflügel machte alles schwieriger

Sebastian Vettel sicherte sich in der Qualifikation zum Grossen Preis von Japan in 1:30.466 Minuten die Pole-Position, doch danach hatte es bis zum letzten Versuch des deutschen Rennfahrers so gar nicht ausgesehen. Die Konkurrenz von McLaren bot Vettel in Suzuka klar die Stirn - und obendrein hatte der WM-Spitzenreiter noch mit der Technik zu kämpfen, denn er nutzte einen neuen Frontflügel.

Aus diesem Grund war das abschliessende Zeittraining alles andere als ein Spaziergang, wie Red-Bull-Konsulent Helmut Marko erläutert: "Sebastian hatte am Freitag seinen Frontflügel kaputtgemacht. 27 Minuten vor Beginn des Qualifyings traf der neue Flügel ein." Die Crew legte sich mächtig ins Zeug, konnte Vettel aber rechtzeitig auf die Strecke schicken. "20 Sekunden vor dem Auftakt war er bereit."

Zunächst lief dann aber nicht alles rund bei Red Bull. "Wir waren noch in der Abstimmung und Sebastian verstellte den Flügel selbst vor dem letzten Versuch noch einmal. Man muss bedenken: Er fuhr am Freitag und auch am Samstagmorgen ohne diesen Flügel, der das Fahrverhalten signifikant verändert", meint Marko. Erst der letzte Anlauf habe schliesslich die gewünschte Leistung gebracht. "Sebastian fuhr zunächst mit einem völlig anders abgestimmten Auto. Sukzessive setzten wir dann einige Änderungen um, die glücklicherweise in die richtige Richtung gingen. Sebastian bleibt dabei immer ruhig. Dann bringt er seine Leistung auf den Punkt. Dank einer letzten Feinjustierung und seiner mentalen Stärke war es dann möglich, eine super Runde hinzuknallen", erläutert Marko.

8.10.2011